Authentisch werden – Denken, Fühlen und Verhalten in Einklang bringen

Selbstbewusst und authentisch werden in Beruf und Leben
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Wie kann ich authentisch werden – im Beruf und im privaten Leben?

Kongruenz bezeichnet die Synchronizität von Denken, Fühlen und Verhalten. Wenn wir uns so verhalten, wie wir denken und es uns unsere Gefühlswelt vorgibt, sind wir authentisch.

Authentisch werden am Beispiel Redeangst

Angst vor Vorträgen ist vielen Menschen bekannt. Dennoch stehen wir beruflich und privat immer wieder vor der Situation, vor Publikum frei reden zu müssen. Das Lampenfieber sorgt dafür, dass man schon Tage zuvor nervös ist, schlecht schläft und dann auch in der Situation zittert, stottert und schwitzt. Man fürchtet, wie vielleicht schon in der Vergangenheit geschehen, dass man versagt und sich lächerlich macht. Diese Angst bewirkt, dass wir eben genau das anziehen, was wir eigentlich verhindern wollen. So entsteht ein Teufelskreis, aus dem man nur schwer wieder ausbrechen kann. Es gibt Tricks, die uns diese Herausforderung, locker und frei vor Publikum zu sprechen, etwas leichter bewältigen lassen. Doch wirklich authentisch, eloquent und selbstbewusst wirken wir erst, wenn wir auf allen Ebenen harmonisch sind und kommunizieren. Denn erst dann verhalten wir uns kongruent und erst dann wirken wir nicht gekünstelt. Die Voraussetzung dafür ist ein gesundes Selbstbewusstsein. Aber wie werde ich authentisch?

Authentisch werden heißt, kongruent werden

Kongruenz ist ein schwieriges Wort, doch dahinter verbirgt sich etwas, das wir alle aus dem Alltag kennen. Es bezeichnet die Synchronizität von Denken, Fühlen und Verhalten. Wenn wir uns so verhalten, wie es uns unsere Gefühlswelt und unsere Überzeugungen vorgeben, dann sind wir authentisch. Denn erst dann wird auf allen Kommunikationsebenen die gleiche Botschaft gesendet. Verhält man sich jedoch nicht seinem Inneren entsprechend, wirkt das beim Gegenüber unecht und unehrlich. Denn wir nehmen nicht nur das gesprochene Wort wahr, sondern auch andere Ebenen der Kommunikation wie Körpersprache, Mimik und Tonfall.

Wir kennen das zum Beispiel aus Beziehungen: Obwohl man wütend oder genervt von seinem Partner ist, möchte man gerade kein Streitgespräch beginnen. Daher sagt man darauf angesprochen Dinge wie: „Nein, es ist nichts“, was vom Gegenüber natürlich sofort als Lüge identifiziert wird und die Situation nur schlimmer macht. Wenn wir etwas Präsentieren und dabei versuchen, besonders witzig, eloquent und sicher zu wirken und zu reden, obwohl wir innerlich unsicher, nervös und ängstlich sind, erzeugt diese Inkongruenz beim Zuhörer ebenfalls ein unangenehmes Gefühl. Es lenkt vom Gesprochenen ab und man wirkt unsympathisch bis hin zu inkompetent, selbst wenn dies eigentlich nicht der Wahrheit entspricht. Das Publikum merkt sofort, dass irgendetwas mit uns nicht ganz stimmig ist. Doch wie werde ich authentisch und wie gelingt es, locker, frei und „von der Leber weg“ zu sprechen?

Mir selbst bewusst sein und authentisch werden

Das Allerwichtigste für kongruentes Verhalten und damit die Überwindung der Angst vor Präsentationen ist, sich selbst und sein Inneres gut zu kennen. Erst wenn uns unsere inneren Denkmuster, hinderlichen Selbstbewertungen und Ängste bewusst sind, können wir etwas dagegen unternehmen. Diese haben sich oft über Jahre in uns aufgebaut und haben ihren Ursprung in vorangegangenen, negativen Erfahrungen oder auch Zuschreibungen von Außen, die gar nicht der Wahrheit entsprechen müssen.

Um authentisch zu werden, muss ich mir diese inneren Prozesse und Eigenbewertungen wertfrei bewusst machen ohne ihnen auf den Grund gehen zu müssen.

Wir setzen uns wertfrei mit unseren Schwächen und Stärken auseinander und suchen einen Weg, die drei Ebenen Verhalten, Fühlen und Denken in Einklang bringen zu können.

Üben Sie Ihre Präsentation (das ist Verhalten) so oft, bis Sie Ihren eigenen Stil gefunden haben, der Ihnen gefällt (das wäre die emotionale Ebene). Überwinden Sie Ihre Sprechangst, indem Sie gezielt Ihre inneren, negativen Annahmen über sich selbst berichtigen (das wäre die Denk-Ebene).

Dadurch wird Ihr Selbstbewusstsein steigen und Sie lernen, sich Ihrer Persönlichkeit entsprechend zu verhalten. Dann werden Sie erleben, dass Reden vor Gruppen auch Spaß machen kann!

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